Andacht Herbst & Winter 2018/2019

Liebe Gemeinde in Rüdinghausen und Schnee

An - gedacht

„Vater unser im Himmel“, so beginnt das wichtigste Gebet der Christenheit. Jesus Christus hat es gesprochen und seine Worte wurden uns überliefert. Jesus spricht Gott als seinen Vater voller Vertrauen an. Jesus lebte in einer Gesellschaft, die von Vätern und Männern dominiert wurde. Es war selbstverständlich, dass ein Vater Macht und Autorität hatte und bestimmte, was andere zu tun hatten. Für Jesus ist die „Barmherzigkeit“ ein wichtiger Charakterzug eines Vaters. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn nimmt der Vater seinen Sohn wieder Zuhause auf und schließt ihn bei der Rückkehr liebevoll in die Arme. In dieser Geschichte leuchtet auf, wie Jesus sich den „Vater im Himmel“ vorstellte - als einen gütigen und liebevollen Vater.

Andacht Sommer 2018

Liebe Gemeinde in Rüdinghausen und Schnee

An - gedacht

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen. Auf dass wir klug werden"

Diesen Vers aus Psalm 90 hat Margitta Stehmeier jeden Tag vor Augen, denn sie wohnt seit 1960 auf einem Ev. Friedhof. Bei Beerdigungen wird der Psalm 90 häufig zitiert. Die Friedhofsgärtnerin ist auf dem Schneer Friedhof aufgewachsen. Sie sagt „Der Tod gehört zum Leben.“ 1987 hat sie die Arbeit als Friedhofsgärtnerin von ihrer Mutter übernommen. Die 60jährige Friedhofsgärtnerin sagt von sich selber: „Ich habe mein ganzes Leben auf dem Friedhof verbracht“. Carsten Griese sprach mit ihr darüber wie es ist als Kind auf dem Friedhof aufzuwachsen.

Andacht Frühling 2018

Liebe Gemeinde in Rüdinghausen und Schnee

An - gedacht

In der kleinen Ortschaft aus der ich stamme, wird im Lokalteil der Zeitung über alles berichtet. Und so las ich in der Zeitung vor einiger Zeit über eine Kommunalwahl in unserem Kreis, in dem ein besonderer Stimmzettel abgegeben wurde. Die Namen der Kandidaten waren durchgestrichen, dafür stand auf dem Stimmzettel in dicker roter Schrift „Mt 22, 14“. Die Journalisten, denen diese Geschichte zu Ohren kam, schlugen die Bibelstelle nach und so stand im Lokalteil im Artikel über die Wahl als Überschrift: „Viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“

Andacht Herbst-Winter 2017/2018

Liebe Gemeinde in Rüdinghausen und Schnee

An - gedacht

„Und es waren Hirten auf dem Felde, die hüteten des Nachts ihre Herde“
(Lukas 2,8)
Aus der Weihnachtsgeschichte ist uns diese Berufsgruppe bekannt und in keinem Krippenspiel dürfen sie fehlen: die Hirten. In der Bibel spielen Hirten in vielen Geschichten und Gleichnissen eine wichtige Rolle: Der Hirtenjunge David, der den Riesen Goliath mit seiner Schleuder besiegt. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf, in dem Gott mit einem Hirten verglichen wird, der alles aufs Spiel setzt, um das verlorene Schaf zu finden. Weil dieser Beruf in der Bibel so wichtig ist, wollte ich gerne mit einem Hirten sprechen

Andacht Sommer 2017

Liebe Gemeinde in Rüdinghausen und Schnee

An - gedacht

Alle sind willkommen
"Wie war denn die Feier?“, wurde meine Großmutter gefragt. „Dat Neidigen hät feilt“, antwortete sie auf platt. „Neidigen“ bedeutet in Ostwestfalen, dass man als guter Gastgeber seinen Gästen immer wieder etwas anbietet. Dabei spielt es absolut keine Rolle, ob der Gast signalisiert: Danke, ich habe eigentlich genug und bin satt. Zu einer ostwestfälischen Feier gehört – jedenfalls für meine Großmutter – „dat Neidigen“. Genötigt werden, sich richtig satt zu essen, ist ein Kennzeichnen der Gastfreundschaft.