Verantwortung und Zukunft - Auswertung der Corona-Umfrage

Wir sind als Menschheit verwundbar“ – Verantwortung Zukunft
Eine Auswertung der Wittener Umfrage nach einem Jahr

Leben im Lockdown - wie geht es den Menschen hier vor Ort damit? Das wollten die Kirchengemeinden Annen und Rüdinghausen und die Stiftung Bildung & Kultur gerne von den Wittener*innen wissen. Die Ergebnisse der Umfrage liegen jetzt vor.

Zur Auswertung

Vor genau einem Jahr stellte der Deutsche Bundestag eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ fest und am 27.03.2020 trat das Gesetz zum „Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ in Kraft.

Um die Pandemie einzudämmen, beschlossen Bund und Länder Mitte März 2020 weitgehende Einschränkungen für das öffentliche Leben. Seit dieser bis dahin unvorstellbaren Situation mit verschiedenen „Lockdowns“ beschäftigen sich die Menschen auch in Witten mit zentralen Fragen und Gedanken nach dem Sinn des Lebens und der Verantwortung für die Zukunft.

Mit einer Umfrageaktion wurde im Sommer 2020 ein gemeinsames Projekt mit den Kirchengemeinden Annen und Rüdinghausen sowie der Stiftung für Bildung & Kultur gestartet, deren Auswertung nun in einer Broschüre der Stiftung vorliegt.

Etwa 250 Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Künstler und bekannte Persönlichkeiten wie Thierry Noir, Dieter H. Nuhr, Kiddy Citny, Jörg Hegemann oder Julia Holtz beteiligten sich an der Umfrage. Sie schlugen ihre Thesen an die „Kirchentüren“ in Annen und Rüdinghausen oder beantworteten einen Online-Fragebogen. In vielen Statements wurde zum Ausdruck gebracht wie verletzlich und gefährdet unser Leben ist. Eine Teilnehmerin schrieb „Mir wurde bewusst, dass wir als Menschheit immer noch verwundbar sind und einige Dinge außerhalb unserer Kontrolle liegen“.

Der Lockdown war für viele freie Künstlerinnen und Künstler eine existenzielle Erfahrung. Der Wittener Musiker Jörg Hegemann schrieb beispielsweise: „Als Berufsmusiker bin ich persönlich gewissermaßen doppelt von diesen Maßnahmen betroffen. Wie selbstverständlich ist die Gesellschaft mit anderen Menschen gewesen – und wie sehr fehlt sie jetzt. Ein Konzert zu spielen, Menschen Freude zu bereiten, den Applaus zu hören und zu spüren, das allgemeine positive Erlebnis. Wie mir das fehlt!“

Die Initiatoren planen mit den Ergebnissen der Umfrage eine überregionale Zukunftskonferenz zum Thema Verantwortung und Zukunft.